Als ich in einer Freundesrunde in einem italienischen Lokal mein Entsetzen über das Berliner Wahlergebnis kundtat, wurde meine Reaktion mehrheitlich fehlinterpretiert. Ich hätte wohl den Stimmenzuwachs für die AfD gemeint. Nein, ich meinte den - über die Umfragen hinausgehenden - Höhenflug der Partei "Die Linke" mit über 25 Prozent in der Bundeshauptstadt.
In den noch "bürgerlichen" Stadtteilen, d.h. in grünrötlich gestimmten Kreisen und selbst im CDU-Publikum, konnte man die politischen, genauer: politisch-kulturellen Folgen der fortschreitenden Einwanderung aus dem nichteuropäischem Kulturraum über Jahre hin bequem ignorieren. Falls überhaupt noch vorhanden, schickte man die Kinder in Schulen mit überwiegend ethnodeutschen Klassen, um der Konfrontation mit der Wirklichkeit zu entgehen.
Was man bis zum Abend des 20. September 2026 nicht wahrhaben wollte: Während die in Deutschland ideologisch dominanten Linksliberalen (inklusive CDU) ihrem Wunschbild von "Integration" anhingen, Familiennachzug aus "humanitären Gründen" förderten, Einbürgerungen ständig erleichterten, den Kampf gegen "rechts" forcierten, veränderte sich nicht nur das "Stadtbild", sondern die politische Szenerie in "unserer Demokratie".
Jetzt kommt mit der lautstarken Wiederkehr der bereits totgesagten "Linken" das böse Erwachen aus der politischen Traumwelt: Da kreuzt bei der Wahlparty der "Linken" in Neukölln der Chef des kriminellen Remmo-Clans auf, der optimistisch bekennt, in der "Linken" seine politische Repräsentation gefunden zu haben. Der physiognomisch eindrucksvolle, mit Direktmandat in den Bundestag gewählte "Linke"-MdB Ferat Kocat will von einer Einladung an den Patriarchen nichts gewusst haben, obgleich er mit ihm in bestem Chat-Verkehr ("Respekt") stand. Auch ein PFLP-Aktivist wurde auf der Party gesichtet. Natürlich "distanziert" sich der aus Palästina stammende Rechtsanwalt Ahmed Abed, der den SPD-aufgrund der - schon vor Jahren vom damaligen Bürgermeister Buschkowsky beklagten - Zustände in Neukölln resignierten Sozialdemokraten Martin Hikel als Bezirksbürgermeister ablösen wird, "distanziert" sich von jeglichem Antisemitismus. Von "Jalla, jalla Intifada"-Rufen im Wahlkampf will kein "Linker" (m/w/d) was gehört haben. Und wenn doch, waren´s ein paar Außenseiter...
Manche Grünen wundern sich, dass sie ihre Hochburg Kreuzberg-Friedrichshain an die "Linke" verloren haben. Sie und ihre ideologischen Verstärker (m/w/d) in den Medien werden sich künftig noch mehr wundern. In ihrem mit postnationalem, auch "antideutschem" Bewusstsein und moralischer Überheblichkeit ausgestatteten Wolkenkuckucksheim haben sie jahrzehntelang nicht sehen wollen, was "Migration" aus außereuropäischer, orientalisch geprägter Kultur für eine Gesellschaft bedeutet: Parallelgesellschaften, Überlastung des Sozialstaats, Niedergang der Bildungsstandards, archaische Familienstrukturen etc. Die vor allem von Sozialdemokraten - obenan Bundespräsident Walter Steinmaier als Förderer der Vorzeige-Demokratin Sawsan Chebli - genährte Vorstellung, qua Einwanderung und Einbürgerung eine neue Stammwählerschaft aufzubauen, hat sich als Illusion erwiesen: Die Neubürger ( inklusive die in Varianten verschleierten Neubürgerinnen), oft genug Analphabeten, wählen die Partei, die ihren aus den Heimatländern mitgebrachten Vorstellungen und ihre migrantischen Partikularinteressen am besten entspricht. Wiederum kein Zufall: In einigen Großstädten haben akademisch gerüstete migrantische Protagonisten bereits erfolgreich den Parteiapparat der SPD und der "Linken" übernommen.
Die bezüglich des importierten Antisemitismus lange verdrängte Realität beschreibt Michael Wolffsohn (https://www.achgut.com/artikel/judenjagd_gestern_heute_morgen) : "Nicht aus Dummheit, gar Judenhass oder Mitmenschlichkeit, wurden vor allem Muslime in westliche Länder geholt, sondern in der Hoffnung, die neuen Nächsten schnell funktional und wertbezogen anlernen sowie lebensgewohnheitlich angleichen zu können. So menschenfreundlich wie hinausposaunt war die westliche Willkommenskultur freilich nicht. Quantitativ, doch nicht funktional-qualitativ füllen diese wenig qualifizierten Migranten die demografische Lücke der westlichen Gesellschaften. Sie werden ökonomisch-funktional, meist für niedere Arbeiten, gebraucht, menschlich erwünscht sind sie, allen Schönrednern zum Trotz, nicht. Und, o Wunder, die Nur-Gebrauchten merken es. Sie suchen den und die Schuldigen und – wie könnte es anders sein? – sie „wissen“ aus der selbst oder von den Eltern erlebten alten Heimat sowie aus dem Koran und der mündlichen Überlieferung, dass hinter dem und den Bösen „die“ Juden stecken. Kontrafaktisch ist diese Annahme, denn „die“ Juden Europas hielten aufgrund ihrer eigenen Geschichte muslimische Migranten, besonders Flüchtlinge, für Schicksalsgenossen."
In der von wirtschaftlichem Niedergang betroffenen "modernen Einwanderungsgesellschaft" - linksliberale Standardformel - zeichnet sich eine verhängnisvolle Spaltung ab: hier eine "progressive Linke", gestützt auf muslimische Migranten, junges akademisches Prekariat und gewaltbereite "Antifa", dort die zusehends auch im Westen expandierende AfD mit ethnodeutscher Wählerbasis und einem autoritären, real "rechten" Rand. Das schlimmstmögliche Szenario will man sich lieber nicht ausmalen...
"Deutschland schafft sich ab" - der anno 2010 von Thilo Sarrazin formulierte Warnruf blieb bis heute ungehört. Die im Wahlkampf 2025 von Friedrich Merz versprochene Wende in der Migrationspolitik blieb aus. Wenn die "Parteien der Mitte" nicht noch in letzter Minute umdenken, um eine Migrationspolitik nach dänischem Vorbild durchzusetzen, ist es für reale, die Zukunft der deutschen Gesellschaft sichernde "Reformen" zu spät. Viel Zeit bleibt nicht mehr.
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