Freitag, 14. März 2014

Zum verpönten Begriff Geopolitik

Der insbesondere in Deutschland aus naheliegenden Gründen (sc. der verlorene "Große Krieg" 1914-1918/19 mit dem Schlüsseljahr 1917,  sodann die mörderisch-selbstmörderische Reprise unter dem Weltkriegsgefreiten A.H.) verpönte Begriff "Geopolitik" erlebt in den Kommentaren zum Umsturz in Kiew und zur bevorstehenden russischen Annexion bzw. Reconquista  der Krim eine Renaissance. Außerhalb des großdeutsch-gründeutschen Lagers beginnt man zu erkennen, dass es im neu aufgelegten West-Ost-Konflikt weniger um hehre demokratische "Werte", sondern wesentlich auf beiden Seiten um ein geopolitisch und geostrategisch angelegtes Machtspiel geht. Putin drängt derzeit den von vier Kriegen - unter Führung der "einzigen Weltmacht" (Zbigniew Brzezinski) USA - geschwächten Westen in die Defensive, um angestammte geopolitische Positionen am Schwarzen Meer zurückzugewinnen.

Vor diesem Hintergrund  darf der Blogger das Publikum  an seine Aufsätze in Iablis und GlobKult erinnern:

Geopolitik – Zur Wiederkehr eines verloren geglaubten Begriffs im 21. Jahrhundert 
http://www.iablis.de/iablis_t/2009/ammon09.html

sowie "NeueGeopolitik? Vom begrenzten Nutzen der reinen Frankfurter Theorie"

http://www.globkult.de/herbert-ammon/532-neue-geopolitik-vom-begrenzten-nutzen-der-reinen-frankfurter-theorie