Dienstag, 15. April 2014

Putins Projekt. Übers www. ins politische Fangnetz?

Selbstverständlich  erfordert die wie stets bedenkliche Weltlage, ob in Burma/Myanmar (Frage: Wie hält´s die soeben aus Berlin wieder abgereiste  Aung San Suu Kyi  mit den Menschenrechten der Rohingya, der Karen usw.?  Wikipedia weiß Bescheid: "Aung San Suu Kyi ist Politikerin und setzt sich seit den späten 1980er-Jahren für eine gewaltlose Demokratisierung ihres Heimatlandes ein." -  Der Blogger erinnert sich und die Leser auch an seinen Eintrag "Sehr deutlich auf dem Weg zu Demokratie"  vom 10.02.2014) oder ob in  Venezuela, Ruanda, in Eritrea, am Berliner Oranienplatz, wo auch immer - die Weltlage erfordert  jeweils einen Kommentar des Bloggers. Insbesondere gilt es die angespannte Lage in den Regionen zwischen Dnjepr und Don richtig zu diagnostizieren.

Das politisch Nötige hat dazu unser Vizekanzler und Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel bereits gesagt: Es handle sich um einen Rückfall in die "nationalistischen Mächtespiele" des vergangenen Jahrhunderts. Die Frage, welche  Mächte außer Putins Russland, ob nationalistische oder lupenrein zivilgesellschaftsliberale, an dem Spiel - und aus welchen Interessen heraus - beteiligt sind, stellte Gabriel allerdings nicht. Dass gestern der CIA-Direktor John O. Brennan zur Beratung der Kollegen in Kiew weilte, konnte Gabriel ja noch nicht wissen. Amtshilfe ist auch etwas anderes als ein "nationalistisches Mächtespiel". Dass John McCain vor einigen Wochen auf dem Majdan weilte, gehörte ebenfalls  nicht zum Mächtespiel. Anders als Timothy Snyder ("Bloodlands"), der in der gestrigen FAZ (http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/ukraine-putins-projekt-12893812.html) unter der Überschrift  "Putins Projekt" die Fäden historisch - und politisch - sauber zu trennen vermag, rate  ich angesichts der  schwer entwirrbaren Gemengelage zu Distanz. Wie das ost-westliche Machtspiel ausgeht, bleibt abzuwarten. Gehört man bei derlei Verzicht auf die "richtige" Meinung bereits ins Lager der "Russlandversteher", also der bad guys?

Gerät der Blogger somit unter Verdacht? Die Frage drängt sich auf, nachdem ich soeben aus zeitverschwendender  Neugierde die "Zugriffsquellen" auf meine "Unz(w)eitgemäßen Betrachtungen" erkundet habe. Gewöhnlich rangiert www.globkult.de ganz oben, danach entweder google.com oder google.de. Vor wenigen Minuten stand eine gänzlich ungewohnte, begrifflich unverdächtige  "Quelle" an erster Stelle. Der von  Neugier ausgelöste  Mausklick führte auf eine schmierige Pornoseite.

Intenetalarm! Schleunigst wegklicken! Wollte da ein im global village  - in Frage kommen den Aufrufen zufolge Lokalitäten wie Malaysia, Indien, Indonesien, China (VR !), die Dominikanische Republik (ein deutscher  Billigurlauber?), Südafrika und selbstverständlich die USA - versteckter Feind dem Blogger auflauern,  im www. ein Fangnetz auslegen, um einen ob seines Eigensinns politisch Verdächtigen zur Strecke zu bringen?

Welcher um die Demokratie besorgte Zeitgenosse denkt da nicht an den einstigen Rechts- und Menschenrechtsexperten sowie Knabennacktphotoliebhaber Sebastian Edathy, der sich noch immer als verfolgte Unschuld wähnt? Bis  Edathy "aus Gesundheitsgründen" seinen Sitz im Bundestag räumte, um in den sonnigeren Süden zu verschwinden, hatte er zumindest die moralische Genugtuung, angesichts sich monatelang hinziehender Koalitionsverhandlungen seine Rolle als Vorsitzender des NSU-Ausschusses erfolgreich zu Ende zu bringen. Obwohl die Schweinereien dem Bundeskriminalamt (BKA) und führenden großkoalitionär besorgten Politikern längst bekannt waren.