Montag, 22. Juni 2015

Globkult etc: Von Fluch und Segen des Internet

Liebe community,

um den Level (m.,  aus welchen Gründen neudeutscher Grammatik auch immer; s.a. -s Niveau,  -r  Pegel, -e Frequenz ) der Blogaufrufe stabil zu halten, sieht man sich kontinuierlich zu Einträgen genötigt, auch wenn einem bei der Frühstückslektüre und dem Politalltag  - die ewige Wiederkehr des Gleichen - nichts mehr einfällt. Es muss gebloggt/ruminiert werden.

So bitte ich hinsichtlich der nachfolgenden, banal anmutenden  Bemerkung über Fluch und Segen des Internet um Nachsicht. Das globale Medium bereitet Ärger, wenn der Google-Konsument - stets wird er von Yahoo! animiert, die Konkurrenz-Suchmaschine als dauerhaften Zugang zum weltweiten Wissen www. einzurichten und Google auszustechen -  auf Einträge und Bilder ("Unangemessene Bilder melden" "Wir danken für die Rückmeldung") stößt, die geeignet sein könnten,  das  global-positive Erscheinungsbild des Bloggers zu lädieren. Wie kann ich mich dagegen wehren, dass in der mir ad libitum  zugeordneten  Bilderfolge auch die düstere Physiognomie des adligen Namensvetters und Nazi-Schreibtischtäters Wilhelm von Ammon erscheint? Jeglicher Kampf gegen die digitale Verdächtigung wäre vergeblich.

Ärger kocht hoch, wenn der Blogger per Zufall auf geistigen Diebstahl stößt. Da hat irgendein(e) obskure(r) Volksaufklärer(in) meinen Iablis-Essay  "Geopolitik -zur Wiederkehr eines verloren geglaubten Begriffs im 21. Jahrhundert" schlichtweg kopiert und ohne jegliche Quellenangabe als eigenes Gedankenprodukt zur Weltlage ins Netz gestellt. Nach Auskunft von Juristen dürfte ein rechtliches Vorgehen gegen den/die ruchlosen Diebe "schwierig" sein. Da bleibt eben nur der Ärger, dazu ein hilfloser Fluch.

Anlass zu Freude gibt danach eine weitere Entdeckung im www.: Das mir bis dato unbekannte Portal bssb.de veröffentlichte am 19. 06.2015  unter der Rubrik Baltic-Black-Sea Texts mit Quellenangabe und Namensnennung den ersten Teil meines Globkult-Aufsatzes "Aus historischer Distanz - eine Kritik zur Vernünftigkeit des Wirklichen" unter dem Titel "Eine Kritik der Vernünftigkeit des Wirklichen".

Bei derlei unerwarteter Beglückung will ich gerne darüberhinwegsehen, dass der/die Betreiber des Portals es weder mit den von ihnen selbst beanspruchten Urheberrrechten noch mit der Grammatik so genau nehmen. In einem schwarzen Kasten heißt es:
  © bssb.be Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Website darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors weder kopiert, noch verändert und auf anderen Web-Sites verwendet werden.

Was immer das Interesse von bssb.be erweckte, ich möchte die Leser der "Unz(w)eitgemäßen Betrachtungen" bei dieser Gelegenheit auf meinen letzten Globkult-Beitrag hinweisen, sofern sie ihn dort  nicht bereits gelesen haben: "Aus historischer Distanz: Eine Kritik der Vernünftigkeit des Wirklichen".