Samstag, 11. April 2015

Empfehlung hinsichtlich der postdeutschen Zukunft: Exodus

Gleichsam als  Nachtrag zu meinem Bericht über die Veranstaltung zum Thema "nationale Identität in der Einwanderungsgesellschaft" - oder auch "Zuwanderungsgesellschaft" - im Berlin-Zehlendorfer "Kohlenkeller" präsentiert die vom mainstream ungeliebte "Junge Freiheit" (JF nr. 16/10.04.2015) ein Interview mit dem Journalisten Nicolaus Fest unter der Überschrift "Jede offene Diskussion wird unterdrückt" (https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/ex-bild-journalist-fest-erneuert-islam-kritik/). Fest, Sohn des 2006 verstorbenen Publizisten und Zeithistorikers Joachim Fest ("Ich nicht - Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend", 2006), war bis September 2014 stellvertretender Chefredakteur bei  "Bild am Sonntag". Nach einem islamkritischen Kommentar ("Islam als Integrationshindernis") wurde er von Kai Diekmann, dem Chef der "Bild"-Gruppe, desavouiert und schied aus der Redaktion aus.

In dem inkriminierten Kommentar hatte Fest geschrieben: "Der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität muslimischer Jugendlicher, die totschlagbereite Verachtung für Frauen und Homosexuelle[.] Zwangsheiraten, ´Ehrenmorde´ und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte wiedergeben..." In dem erwähnten JF-Interview sagt Fest hinsichtlich der Thilo Sarrazin angestoßenen und unverzüglich abgewürgten Diskussion (siehe dazu meinen Aufsatz in Globkult: http://www.globkult.de/herbert-ammon/597-sarrazin-und-die-zukunft-der-deutschen-die-abwicklung-eines-falles-als-abkehr-von-der-wirklichkeit)  über die Folgen der Einwanderung folgendes: "Tatsächlich insinuieren fast alle Medien, daß es eine echte Alternative zu diesen Themen vernünftigerweise gar nicht geben könne. Der Konformitätszwang, der Gegenmeinungen als indiskutabel desavouiert, ist verheerend für die Meinungsvielfalt, weil er jede öffentliche Diskussion unterdrückt. Die Reaktionen auf Sarrazin oder Pegida sind bezeichnend: ´Nicht hilfreich´ [dixit Angela Merkel, H.A.] das eine, und zu Pegida ein Satz wie ein Dogma: ´Eine Islamisierung findet nicht statt!´ Das ist das Diskursniveau der Volkskammer."

Des weiteren spricht Nicolaus Fest über die Naivität der im Grunde ihres "reinen Herzens" unpolitischen Deutschen - im Hinblick auf so manche "Bewegung" in Deutschland eine treffende Beobachtung. Sodann formuliert er eine klare Absage an die grün-deutschen Ideologie der mannigfach bereicherten "Bunten Republik Deutschland", darunter folgende Sätze: „Schlichte Gemüter wie Volker Beck [Minderheiten- und Menschenrechtsprotagonist der Grünen, H.A., siehe Blog "Volker Becks Liebe zum Verfassungsgericht"] mögen Religionskritik für Fremdenfeindlichkeit halten. Tatsächlich ist Islamkritik so wenig fremdenfeindlich wie die Varusschlacht oder der Kampf der Azteken gegen die Spanier. Im Gegenteil: Wenn das Fremde unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bedroht, dann wird ’Fremdenfeindlichkeit’ zur gesellschaftlichen Pflicht. Das ist die Konsequenz des republikanischen Appells: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!“

Das Interview schließt mit folgenden Worten:"...Deutschland wird sich in den nächsten dreißig Jahren dramatisch verändern. Im Moment kommen Zehntausende, die keinerlei Beziehung zu diesem Land, seiner Geschichte, seiner Kultur haben, und dies auch gar nicht wollen. Wenn diese Zuwanderer politische Parteien gründen, wird es nichts geben, was dieses Land zusammenhält. Dann haben wir libanesische Verhältnisse, also ein Land zerrissen vom Gift der Religionen und Ethnien, ohne verbindende Idee, unfähig zur Bewahrung der staatlichen Einheit. Die Keilereien zwischen Muslimen und Jesiden in Celle sind ein Fanal. Das müssen Sie nur hochrechnen. Ich zumindest rate meinen Kindern, ihre Zukunft nicht hier zu planen."